Das Betreuungskonszept in Stichworten

pwg bietet Anschlusslösungen an nach einem Aufenthalt in einem Obdachlosenhaus, Gefängnis, Spital/Klinik, nach einer stationären Therapie etc. Eine selbständige Lebensführung soll geübt und (wieder) erlernt werden. Fachleute wirken unterstützend dabei, reflektieren mit den BewohnerInnen die bereits vorhandenen Fähigkeiten und formulieren gemeinsam die nächsten Schritte.


Nach dem Aufnahmeprocedere

Die pwg-BewohnerInnen sind frisch eingezogen, haben die Grundregeln wie "drogenfreies Haus" und "gewaltfreies Zusammenleben" akzeptiert und stehen am Start des Wiedererlernens einer selbständigeren und selbstverant-wortlicheren Lebensführung. Immer begleitet von seiner/ihrer Bezugsperson, einer ausgebildeten Fachperson, zB. einer Sozialpädagogin. Von Montag bis Freitag ist eine Tagesbetreuung gewährleistet, am Wochenende ist ein Pikettdienst eingerichtet, inkl. mehreren Stunden Anwesenheit vor Ort.

 

Das Bezugspersonensystem

"System" meint: Alle BewohnerInnen werden individuell von ihrer/seiner Bezugsperson betreut, im Rahmen klarer Zielvorgaben und geregelter Strukturen. Die Bezugsperson gewährleistet eine ressourcenorientierte und individuelle Unterstützuung im Erreichen der persönlichen und beruflichen Ziele der BewohnerInnen. Gemeinsam wird abgeklärt, diskutiert und geplant, was den/die BewohnerIn einen Schritt vorwärts gehen lässt:

- Persönliche Ziele, Stärken/Schwächen, Potential

- Gesundheit, soziales Netz, externe Vernetzung

- Finanzen, persönliches Budget, Wochenplan

- Berufliche Perspektiven, Ressourcenumgang, Arbeitsprogramm.

 

Strukturen während des Aufenthaltes

Wer sich Ziele setzt, braucht Anleitung, wie diese zu erreichen sind und konstruktives Feedback, wie gut man unterwegs ist. pwg-BewohnerInnen orientieren sich mit folgenden Instrumenten:

- Wöchentliche Besprechungen mit der Bezugsperson

- Individuelle Zielvereinbarungen, kurz-, mittel- und langfristig

- Mindestens monatliche Ueberprüfung der Zwischenziele

- Obligatorische Teilnahme am internen Arbeitsprogramm (4 Stunden/Tag)

- Gemeinsames Mittagessen, wöchentliche, obligatorische "Haussitzung"

- "Aemtli" zur selbständigen Erledigung

- bei Bedarf Alkohol-/Drogentest.

 

Dauer des pwg-Aufenthaltes

Es gibt keine festgelegte minimale oder maximale Aufenthaltsdauer für pwg-BewohnerInnen. Diese richtet sich nach den Problemstellungen und wird durch die pwg-Leitung, dem/der BewohnerIn und der kostentragenden Stelle gemeinsam festgelegt. Die ersten drei Monate gelten als Probezeit. In den einzelnen pwg-Liegenschaften sind auch IV-BezügerInnen willkommen, welche nicht selbstständig wohnen können oder wollen.